Einstmals bedeckten Vulkanausbrüche der Vulkane Erciyes und Hasan Dağı in Kappadokien große Gebiete mit Tuffgestein, das sich in Schichten ablagerte. Wind und Wetter wuschen tiefe Schluchten und Türme aus dem Stein. Härteres Gestein blieb stehen, so dass sich die so genannten Feenkamine bildeten.
Kappadokien lag an der Seidenstraße, und die dort lebenden Menschen wurden deshalb oft überfallen. Aus diesem Grund höhlten die Bewohner das weiche Tuffgestein aus und legten ganze unterirdische Städte an, in denen Hirten, Einsiedler und Mönche Schutz fanden. Auch Tiere wurden dort untergebracht.
Durch Aushöhlung des Tuffgesteins entstanden Häuser, Ställe, Keller, Kirchen, Kornspeicher... Noch heute stimmen diese Tuffhäuser mit der Landschaft harmonisch überein. 1985 wurde Kappadokien von der UNESCO als Weltkulturerbe unter Schutz gestellt.
Die Region wirkt mit ihren bizarren Formen, ihren Höhlen und Schluchten wie verzaubert.
Die beste Reisezeit sind Spätsommer und Herbst wegen der angenehmen Temperaturen und dem schönem Licht.
Wenn Sie Kappadokien auf eigene Faust mit einem Mietwagen erkunden möchten, sollten Sie einige Tage einplanen. Sehenswerte Orte sind:
- Nationalpark Göreme mit seinen aus dem weichen Tuff herausgehauenen Höhlenkirchen
- Burgen von Nevşehir, Ortahısar und Ürgüp
- unterirdirsche Städte von Kaymaklı und Derinkuyu
- Derwischkloster Hacı Bektaş Veli
- große Moschee von Avanos
Zurück